Martin Burkert setzt sich für Erhalt des Bahnhofes Nürnberg-Märzfeld ein

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25. April 2018

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert wandte sich wegen eines ausstehenden Sanierungskonzeptes für den geschichtsträchtigen Bahnhof erneut an die Deutsche Bahn

Der stillgelegte Bahnhof Nürnberg-Märzfeld im Stadtteil Langwasser liegt auf dem Gelände des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes und ist Bestandteil der NS-Vergangenheit Nürnbergs. So wurden von diesem Bahnhof aus in den Jahren 1941 und 1942 mindestens 2000 Juden aus ganz Nordbayern in die Vernichtungslager deportiert. Der Bahnhof wird heute als Unterführung von Fußgängern und Radfahrern genutzt, befindet sich aber seit Jahren in einem äußerst schlechten Zustand und ist deswegen teilgesperrt.

Bereits 2014 setzte sich Burkert deshalb bei der DB für die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes ein, das den Erhalt der Bausubstanz und die aufwertende Gestaltung des Bahnhofs im Rahmen der NS-Erinnerungskultur umfassen sollte. Da die Entwicklung eines solchen Konzeptes nach wie vor aussteht, wandte sich Burkert nun erneut an den Verantwortlichen der DB.

„Die SPD-Stadtratsfraktion, die Stadtbild-Initiative und ich wünschen uns hier ein Sanierungskonzept, um das Bauwerk als Unterführung nutzbar zu erhalten. Zudem schlagen wir ein Kooperationsprojekt zwischen Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und der Deutschen Bahn AG vor, möglicherweise unter der Einbeziehung des DB Museums“, so Burkert.

Das Ziel aller Beteiligten müsse es laut Burkert sein, der NS-Opfer am Bahnhof Nürnberg-Märzfeld künftig angemessen gedenken zu können.

(Foto: Deutscher Bundestag/Inga Haar)